Unsere Ziele

Ziele unserer Hortarbeit


Unser Hort ist ein Ort des Lebens und Lernens mit sozialem und methodischem Handeln. Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit, mit Stärken und Schwächen, mit Erwartungen und Ängsten.

Beobachtung und individuelle Förderung ist für uns ein wichtiges pädagogisches Mittel. Diese Förderung geschieht in den verschiedensten Bereichen der Hortarbeit, z. B. in der Freizeitgestaltung, bei den Hausaufgaben, im Umgang mit Eltern und Lehrern.

Der Hort ist ein soziales Lernfeld. Als Ansprechpartner stehen wir Erzieher/innen jederzeit zur Verfügung.

Wir wollen die Kinder zu selbständigen, lebensfähigen und beziehungsfähigen Menschen miterziehen.

Religiöse Erziehung
Wir sind ein evangelischer Hort und achten auf die religiöse Überzeugung und Ehrfurcht vor Gott. Wir respektieren auch die Religionen der ausländischen Kinder und andere Konfessionen. Gegenseitiges Akzeptieren der Religionen ist unser Ziel.


Vermittlung von Werten und Normen
Kinder lernen durch die Vorbildfunktion der Erzieher/innen und untereinander, dass Materielles nicht nötig ist, um Freundschaften aufzubauen und fortzusetzen. Wir geben Kindern Möglichkeiten nicht nur zu nehmen sondern auch zu geben. Beispiele unserer alltäglichen Praxis: Kinder helfen sich gegenseitig bei den Hausaufgaben (Diktate, Abfragen, lesen usw.)


 Interkulturelle Erziehung
 In unserer Gesellschaft wächst von Jahr zu Jahr die Gewaltbereitschaft gegen Ausländer und Aussiedler. Unsere Einrichtung hat sich um Ziel gesetzt, diese Gruppen sowie "behinderte" und andere Kinder mit besonderen Bedürfnissen in die Hortgemeinschaft zu integrieren. Durch offene Gespräche über Religion, Herkunftsland mit Eltern und Kindern, die Akzeptanz jedes einzelnen Mitglieds, leben wir Offenheit und Toleranz für vieles vor.

 

Umwelterziehung
Durch das große Außengelände bieten wir unseren Kindern die Möglichkeit, ein Zusammenleben mit der Natur und ihren Bewohnern im Jahreslauf zu sehen. Die Beobachtung, das Gespräch und praktisches Erleben der Natur macht die Kinder zu umweltbewussten Menschen. Müllvermeidung, Mülltrennung und umweltbewusstes Konsumverhalten sind Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit am Kind. Kinder können nur in einer intakten Umwelt aufwachsen, reifen und durch Vorbilder diese bewahren und schätzen lernen. Unsere Arbeit ist nur ein kleiner Teil, um die bereits teilweise zerstörte Natur, für die nächsten Generationen zu erhalten und zu regenerieren.


Hausaufgabenbetreuung
Im Kinderhort haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben unter Aufsicht und Anleitung zu erledigen. Dazu steht ihnen gemäß der Richtlinien des Kultusministeriums eine angemessene Zeitspanne zur Verfügung, d. h. für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 und 2 sollten die Hausaufgaben nicht mehr als 30 Minuten, Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 nicht mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen. Während der betreuten Hausaufgabenzeit stehen die Erzieher/innen den Kindern als Ansprechpartner zur Verfügung und geben ihnen Hilfestellung zur selbständigen Arbeit.

Die Eltern sollen regelmäßig in die Schul- und Hausaufgabenhefte ihrer Kinder Einsicht nehmen, denn die Gesamtverantwortung für die Hausaufgaben liegt bei ihnen.

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 Bildungs- und Erziehungsbereiche

 

Unseren pädagogischen Auftrag sehen wir in der Begleitung des kindlichen Entwicklungsprozesses, in dem sich die Kinder durch vielfältige Angebote und durch bereitgestelltes Lernmaterial die Basis- und Schlüsselkompetenzen aneignen können. Diese Kompetenzen sind Grundlage für einen mündigen Menschen und teilen sich in fünf Bereiche auf.


Selbstkompetenz
Selbstkompetenz bedeutet, mit sich im Gleichgewicht zu sein, um mit sich selbst zu Recht zu kommen, sein Leben autonom zu gestalten und Verantwortung für sich selbst übernehmen zu können. Dazu gehören eine stabile Ich-Identität, Eigenliebe und Lebensfreude, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen zu den eigenen Fähigkeiten eigene Bedürfnisse und Interessen herausfinden, den eigenen Standpunkt vertreten, die Fähigkeit und Bereitschaft sich selbst zu reflektieren und die Fähigkeit zur sinnvollen Freizeitgestaltung in unserer heutigen Gesellschaft.
Sozialkompetenz
 Sozialkompetenz bedeutet, das soziale Leben zu bewältigen, in Gruppen bzw. Institutionen wie Schule, Familie, Hort zurecht zu kommen und bestehen zu können. Dazu gehören Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme Wünsche und Bedürfnisse anderer wahrnehmen und berücksichtigen, auf andere zugehen, Spielregeln im sozialen Miteinander anerkennen und einhalten, Konflikte gewaltfrei und sinnvoll lösen,Offenheit und Toleranz in der Gruppe, mit anderen vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Resilienz
Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit bei Veränderungen und Belastungen, z. B. bei Trennung und Scheidung der Eltern oder anderen belastenden Situationen. Dazu gehören eine positive, gesunde Entwicklung trotz schwieriger Situationen, beständige Kompetenz auch unter Stressbedingungen die schwierige Lebensereignisse auslösen, Begreifen von Veränderung als Chance für die persönliche Weiterentwicklung, Planung, Steuerung und Reflexion der eigenen Gefühle.
 Sachkompetenz
 Sachkompetenz bedeutet mit der eigenen Umwelt zurechtzukommen und sich realitäts- und sachangemessen zu verhalten. Dazu gehören Interesse und Lernbereitschaft an der eigenen Umwelt zeigen, Vorgänge und Zusammenhänge verstehen, Basiswissen über alle wichtigen Lebensbereiche um das eigene Leben in den Bereichen Familie, Schule und Freizeit selbst zu bestimmen und zu gestalten.
 Lernkompetenz
 Lernkompetenz ist die Fähigkeit zu lernen. Dazu gehören die Bereitschaft und Freude am lebenslangen Lernen, zu wissen wo und wie man Wissen erwerben kann, das Beherrschen der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben), das Beherrschen von Lern- und Arbeitstechniken, Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft.
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Diese fünf Kompetenzen stehen in einer Wechselwirkung zueinander, deshalb müssen alle fünf Bereiche berücksichtigt werden. Wir können nicht alle Einzelpunkte gleichermaßen erreichen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Kinder im Hinblick auf diese Zielrichtung zu begleiten.